- Ab dem 15. Juni sammeln Schülerinnen und Schüler vier Wochen lang Elektroschrott und engagieren sich für nachhaltige Zukunft ihrer Region
- Bonnerinnen und Bonner können sich beteiligen
Das Umwelt- und Bildungsprojekt E-Waste Race ist zum zweiten Mal zu Gast in der Bundesstadt: Ab dem 15. Juni sammeln Schülerinnen und Schüler von sieben Bonner Schulen vier Wochen lang Elektroschrott in ihrer Nachbarschaft. Sie lernen so einerseits Wissenswertes über Recycling, Kreislaufwirtschaft und Umweltschutz und engagieren sich andererseits für die Zukunft ihrer Region. „Ich war beeindruckt, mit wie viel Engagement und Ehrgeiz die Schülerinnen und Schüler beim ersten E-Waste Race in Bonn im vergangenen Jahr mitgemacht haben. Das zeigt deutlich, welches Verantwortungsbewusstsein junge Menschen haben und dass ihnen die nachhaltige Zukunft der Region am Herzen liegt. Ich freue mich sehr, dass wir diesen Einsatz und dieses tolle Projekt mit unserer Förderung in diesem Jahr erneut unterstützen können", so Cathrin Dauven, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Sparkasse KölnBonn.
Ein Gewinn für ganz Bonn
Neben dem guten Gefühl, zur nachhaltigen Zukunft Bonn aktiv beigetragen zu haben, winkt ein attraktiver Preis: Die Schule, die am fleißigsten Elektroschrott sammelt, gewinnt einen Schulausflug ins Kraftwerk Ermen & Engels.
Die Bonner Bürgerinnen und Bürger können ihren Teil zum E-Waste Race beitragen und so ganz unkompliziert Keller und Abstellräume von Elektroaltgeräten befreien. Dazu tragen sie ab dem 15. Juni auf der Website des E-Waste Race ihre Postleitzahl ein, wählen eine der teilnehmenden Schulen aus und erfassen, welchen Elektroschrott sie abgeben möchten bzw. wann dieser abgeholt werden soll. Hier die teilnehmenden Schulen mit den Postleitzahlen:
- Integrierte Gesamtschule Bonn Beuel: 53229
- Johannes-Rau-Schule: 53177
- Carl-von-Ossietzky-Gymnasium: 53125
- Elisabeth-Selbert-Gesamtschule: 53175
- Servatiusschule: 53175
- Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium: 53115
- Emilie-Heyermann-Realschule: 53115
Elektroschrott in Deutschland: So ernst ist es wirklich
Jährlich fallen 1,7 Millionen Tonnen an, doch gesammelt wird nicht einmal ein Drittel. Statt der geforderten 65 Prozent liegt die Sammelquote aktuell bei nur 31,7 Prozent – Tendenz fallend. Der Rest verschwindet in Schubladen, Kellern oder auf fragwürdigen Wegen ins Ausland. Die Folge: Rohstoffe, die es für die Produktion von Smartphones, Tablets & Co. braucht, müssen energieintensiv abgebaut werden. Dabei könnten sie durch fachgerechtes Recycling aus Altgeräten wiedergewonnen werden. Neben der Energie- und Ressourcenverschwendung sprechen auch Umwelt- und Gesundheitsschutz eine deutliche Sprache: Viele Elektrogeräte enthalten giftige Stoffe wie Blei oder Quecksilber. Werden sie nicht richtig entsorgt, wird das Ökosystem massiv geschädigt, was sich nachteilig auf unsere Gesundheit auswirkt.
Um auf diese Entwicklung aufmerksam zu machen und für einen nachhaltigeren Umgang mit Umwelt und Ressourcen zu sensibilisieren, organisiert die gemeinnützige Organisation "Das macht Schule" seit 2021 E-Waste Races in deutschen Kommunen. Damals noch als Pilotprojekt gestartet, hat es sich inzwischen als gefragtes Programm für Schülerinnen und Schüler der vierten bis siebten Klasse etabliert, und findet mehrmals jährlich statt. Rund sieben Tonnen Elektroschrott werden bei den E-Waste Races durchschnittlich gesammelt.






