Vor 200 Jahren begann unsere Erfolgsgeschichte, genau hier – in Köln-Bonn. Seitdem haben wir uns unentwegt weiterentwickelt, neue Geschäftsbereiche erschlossen und viele Menschen begleitet – als Finanzinstitut, als Arbeitgeberin, vor allem aber als Unterstützerin und Möglichmacherin. Denn: Die letzten 200 Jahre haben eines immer wieder bewiesen: Auf die Menschen und Unternehmen in der Region zu setzen, ist immer die richtige Entscheidung.
1826 öffnete die erste Sparkasse in Köln. 1844 folgte das erste Institut in Bonn. Das Ziel: Allen Menschen Zugang zu Finanzdienstleistungen zu verschaffen – und sie so am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen. Das ist bis heute unser Versprechen an die Region – seit mehr als 73.049 Tagen sind wir
"Füreinander Hier".
Als Finanzinstitut verwalten, sparen, mehren, investieren, verstehen wir Geld. Und seit 200 Jahren tun wir das, um die Menschen in Köln und Bonn noch erfolgreicher zu machen. Doch wie wurden wir zu der Sparkasse, die wir heute sind? Um diese Frage zu beantworten und Positives daraus für die Zukunft abzuleiten, haben wir unsere Geschichte umfangreich aufbereiten lassen.
Als das neue Millennium anbricht, steht uns als Sparkasse Großes bevor: die Euro-Einführung, die mit Siebenmeilenstiefeln fortschreitende Digitalisierung, die Weiterentwicklung unserer Region zum wirtschaftlichen und kulturellen Epizentrum. 2005 bündeln wir deshalb unsere Kräfte: Aus der Stadtsparkasse Köln und der Sparkasse Bonn wird die Sparkasse KölnBonn. Doch: In den ersten Jahren belasten riskante Beteiligungen, Affären und deren juristische Aufarbeitung das Haus. Diese Zeit war unbequem, aber sie hat unsere Prioritäten geschärft. Sicherheit, Transparenz und Verlässlichkeit sind eben nicht verhandelbar.
Seitdem investieren wir konsequent in die Zukunft, etwa in neue Filialformate und mehr digitale Beratung. In der Corona-Krise haben wir Menschen und Unternehmen unbürokratisch geholfen – und so ganze Existenzen gesichert. Dazu kommt unser Einsatz für Nachhaltigkeit, neue Kooperationen und Themen, die über reines Banking hinausgehen: Unterstützung für Senioren, Einsatz von KI und unser Engagement für Demokratie.
Bildung ist einer der wichtigsten Bausteine für Erfolg – und damit auch für die Zukunft unserer Region. Deshalb fördern wir seit 2025 eine Juniorprofessur für Banking an der Universität zu Köln. So unterstützen wir Lehre und Forschung im Finanzwesen.
Verantwortung für die Region zu übernehmen, bedeutet für uns auch: Einsatz für Meinungsfreiheit, soziale Gerechtigkeit und kulturelle Vielfalt. Deshalb haben wir unser Engagement für Demokratie und politische Bildung 2025 weiter ausgebaut.
Wir setzen ein neues Filialkonzept um: Wir sind in unseren modernisierten Standorten auch weiterhin persönlich für euch da und weiten unsere stadtweite Präsenz mit den Sparkassenbussen sogar noch aus. Auch online, telefonisch, per Video und Chat ist weiterhin auf uns Verlass
Das BusinessCenter legt los: Über 50 Mitarbeitende stehen unseren Firmenkundinnen und -kunden in Köln und Bonn zur Seite. Sie unterstützen kleinere Unternehmen gezielt mit Know-how, Erfahrung und ihrem Netzwerk. Wir sind stolz darauf, vielen von ihnen dabei zu helfen, die spätere Corona-Pandemie zu überstehen.
Noch mehr "Füreinander Hier" in Bonn: Wir beziehen unsere neue Bonner Hauptstelle am Friedensplatz mitten in der Innenstadt.
In Köln fördern wir in großem Stil die Entwicklung des Medienstandorts. Doch das Engagement für die Studios in Ossendorf und die Messehallen in Deutz bringt uns in finanzielle Schwierigkeiten. Ähnlich ergeht es uns mit dem World Conference Center in Bonn, unserem Beitrag zur Entwicklung des UN-Standorts. Die weltweite Finanzkrise tut ihr Übriges. Wir geben die Geschäfte als Wirtschaftsförder- und Investmentbank auf und besinnen uns auf unser Kerngeschäft: Privat- und Firmenkunden in der Region.
Die Geburtsstunde der Sparkasse KölnBonn: Am 01. Januar schließen sich die Stadtsparkasse Köln und die Sparkasse Bonn zusammen. So werden wir zur bedeutendsten Finanzinstitution der Region und zum Mittelpunkt der beiden Stadtgebiete. Ein Tag zum Feiern!
Wir gründen die SK Stiftung "CSC – Cologne Science Center", aus der das Odysseum in Kalk erwächst. In Bonn sind wir an der Gründung der dortigen Bürgerstiftung beteiligt. So wirken wir über unsere Bankgeschäfte hinaus und tun Gutes in der Region.
In der Nachkriegszeit müssen sich unsere Vorgängerinstitute neu ordnen. Ab den 1950ern wird aus dem Wiederaufbau eine Aufbruchsgeschichte: Wir finanzieren Mittelstand, Wohnen und Infrastruktur, begleiten Privatpersonen zunehmend auch mit Krediten und neuen Anlageformen. Wohnraum entsteht, Service wird neu interpretiert – das reicht von frühen Innovationen wie Autoschaltern und später Geldautomaten bis hin zur elektronischen Datenverarbeitung.
Gleichzeitig wächst unsere Rolle als Unterstützerin der Region. Wir gründen unsere Stiftungen und setzen uns für die Förderung von Jugend, Sport, Bildung und Kultur ein.
In diesem Jahr führen wir in Köln Beratungscenter für Privat- und Firmenkundschaft ein. So wird unsere Beratung auf das Bedürfnis unserer Ansprechperson zugeschnitten – denn Privatleute erwarten bei Finanzfragen andere Kompetenzen von uns als Unternehmen. Deshalb spezialisieren wir unsere Beratung für die Region. Und das mit Erfolg.
Heute ist Arbeiten ohne sie undenkbar – dabei haben wir PCs erst in den 1980er Jahren bei uns in Köln und Bonn eingeführt. Die Computer helfen dabei, unser Alltagsgeschäft moderner und effizienter zu machen. Heißt: Kundengebühren sinken!
Die Sparkasse Bonn gründet 1984 ihre erste Stiftung, die Stiftung Kunst. Doch das ist erst der Anfang, Schon 1986 folgt die Stiftung Jugendhilfe und 1988 die Stiftung Sport. Den vorläufigen Abschluss findet der Boom 1994 mit der Stiftung August Macke Haus.
Endlich können wir in Bonn unsere ersten beiden Bankautomaten installieren. Das macht die Bankgeschäfte für die Menschen in Bonn deutlich bequemer – auch wenn die Maschinen von manchen noch mit Argwohn betrachtet werden. Wo geht das Geld hin und woher weiß der Automat, wie viel er herausgeben muss? Heute gehören die Bankautomaten selbstverständlich zu den beiden Städten.
Jetzt erhalten drei Geschäftsstellen Geldautomaten. Seitdem können die Menschen in Köln jederzeit Geld abheben, ohne während der Öffnungszeiten unserer Filialen einen Schalter besuchen zu müssen.
Unsere Geburtstage feiern wir am liebsten mit der ganzen Region. Zur Feier des 150. Jubiläums haben wir die beiden Stiftungen „City Treff“ und „Jugend-Computerschule“ gestartet. Zum Stiftungsangebot gehörten damals ein öffentliches Kulturcafé im Erdgeschoss der Sparkasse am Habsburgerring mit großer Medienauswahl sowie Kunstworkshops. Aus der „Akademie för uns kölsche Sproch“ (1983), dem „Deutschen Tanzarchiv Köln“ (1985) und der„Photographischen Sammlung“ (1992) ist die heutige SK Stiftung Kultur geworden.
geworden.
Von der Währungsreform 1948 bis 1974 finanzieren wir ein Viertel des gesamten Wohnungsbestandes von Köln – nämlich 85.000 Wohnungen. Besonders am sozialen Wohnungsbau sind wir stark beteiligt. Überhaupt sind wir in Köln und in Bonn schon in 1974 sehr präsent: In Köln zählen wir 78 Geschäftsstellen mit mehr als 3.000 Mitarbeitenden, 1,5 Mio. Kundenkonten und ein Geschäftsvolumen von 5,3 Milliarden DM.
Im Rahmen der kommunalen Gebietsreform in NRW schließen sich die Städtische Sparkasse Bonn und die Stadtsparkasse Bad Godesberg zur Sparkasse Bonn zusammen und übernehmen einige Geschäftsstellen der Kreissparkasse Bonn. Mit dieser Fusion schaffen wir noch besseren Service für die Menschen in Bonn.
Wir feiern 125-jähriges Jubiläum in Bonn. Und installieren zeitgleich den ersten Bargeldautomaten in unserer Kölner Hauptstelle am Habsburgerring. Nun können bis zu 500 DM ausgezahlt werden. Außerdem werden
Privathypotheken eingeführt, nachdem im Jahr zuvor Zielsparen und der S-Dispositionskredit gelauncht sind.
Seit jeher entwickeln wir unser Produktangebot weiter, um die Menschen, die Hier sind, in allen Finanzangelegenheiten bestmöglich unterstützen zu können. In diesem Jahr führen wir deshalb Scheckkarten und den Sparkassenbrief ein, der besonders erfolgreich ist.
Der Beginn einer großen, rot-weißen Liebe: Wir beginnen unsere Zusammenarbeit mit dem 1. FC Köln.
Die rasant wachsenden Kundenzahlen machten Ende der 1950er Jahre die Massendatenverarbeitung erforderlich: Zunächst mit Lochkartenmaschinen, die erste elektronische Datenverarbeitung beginnt in Köln und Bonnjedoch schon ab 1963. Damit halten wir Schritt mit den technischen Innovationen der Zeit. Außerdem führen wir in Köln seitdem ausländische Geldsorten – bunt waren wir ja schon damals immer gern.
In den 50ern vergeben wir in Köln und Bonn immer häufiger langfristige Investitionskredite für den Mittelstand sowie Kleinkredite für Privatpersonen. So stärken wir die Wirtschaft in den beiden Städten massiv. Außerdem beginnen wir mit Investitionen im größeren Stil – es wird nicht mehr nur gespart.
Die erste fahrbare Filiale in NRW nimmt in Köln Fahrt auf. Je ein Omnibus versorgte das linksrheinische sowie das rechtsrheinische Stadtgebiet. Mobile Bankgeschäfte werden damit vor allem auch in den aus dem Boden gestampften Trabantenstädten möglich. Außerdem öffnen wir unsere Schalter in der Hauptstelle abends länger für Berufstätige. Und die bargeldlose Lohn- und Gehaltszahlung wird eingeführt. Man muss schließlich mit der Zeit gehen.
An der Kölner Hauptstelle am Habsburgerring eröffnen wir den ersten Autoschalter Deutschlands. Jetzt muss man für Bankgeschäfte nicht einmal mehr den Wagen verlassen. Mobiles Banking mal anders!
In diesem Jahr feiern wir in Köln nicht nur 125. Jubiläum – wir werden sogar zu einem Universalinstitut. Das heißt, dass wir Anlaufstelle für alle möglichen Finanzangelegenheiten sind. Und das bis heute.
Die 1920er beginnen mit einem Schock: Hyperinflation entwertet Erspartes und Rücklagen, die Anzahl der Konten fällt drastisch.
Die Zeit des Nationalsozialismus schließt sich an – und ist ein dunkles Kapitel unserer Historie. Unsere Vorgänger-Sparkassen werden gleichgeschaltet und in das Unrechtsregime eingebunden. Jüdische Kundinnen und Kunden werden ausgegrenzt, ihre Rechte eingeschränkt, Konten aufgelöst und Eigentum zwangsversteigert. Heute wissen wir: Verantwortung ist nicht nur wirtschaftlich zu verstehen. Deshalb bewahren wir die Erinnerung an diejenigen, die dem NS-Regime zum Opfer gefallen sind – und setzen uns dafür ein, dass sich Geschichte nicht wiederholt.
Der Zweite Weltkrieg hinterlässt massive Zerstörung, vor allem in Köln. Die Stadtsparkasse Köln verliert Menschen. Fast alle Filialen und Unterlagen werden zerstört. Der Betrieb läuft nur unter größten Einschränkungen weiter. Nach 1945 beginnt der Wiederaufbau. Mit der Währungsreform 1948 werden viele Konten gelöscht und Spareinlagen drastisch verringert. Wir beginnen von vorne, um wieder verlässlich für unsere Region da zu sein.
Mit der Währungsreform kommt die Deutsche Mark. Wir setzen uns in Köln für unsere Kundinnen und Kunden ein, verzeichnen aber große Verluste, da die Umrechnung von Reichsmark in Deutsche Mark nicht einheitlich läuft – für 100 Reichsmark erhalten die Menschen durchschnittlich 6,50 DM.
Die Regierung fordert uns auf, Auskunft über Konten jüdischer Kundinnen und Kunden mit einem Betrag von mehr als 1.000 Reichsmark zwischen 1933 und 1945 zu geben – in Köln kommen wir dem nicht nach. Erst im Rahmen des Wiedergutmachungsverfahrens teilen wir mit, dass es hier mindestens 143 solcher Konten gegeben hatte. Bei der Bonner Sparkasse, der in Godesberg und der des Landkreises Bonn mindestens 150. Ziemlich sicher waren es aber überall deutlich mehr.
Der Krieg wütet auch bei uns: Köln erleidet 262 Bombenangriffe. Die Hauptstelle wird vollständig zerstört, am Kriegsende bleiben von 33 Geschäftsstellen nur fünf notdürftig hergerichtete übrig. In Bonn bleibt die Hauptstelle weitgehend unversehrt. Allein in Köln werden über 300.000 Kontounterlagen vernichtet sowie 80 Prozent unserer Räumlichkeiten; auch Personalmangel ist ein Thema. Nach Kriegsende wird ein Drittel der Beschäftigten wegen ihrer Parteizugehörigkeit entlassen; noch jahrzehntelang aber wird die Parteizugehörigkeit einiger Mitarbeitender verschleiert.
Trotz Kriegsschäden können die Menschen in Köln bis zur Evakuierung der Stadt am 2. März 1945 eingeschränkt weiterhin Geld ein- und auszahlen.
In Bonn wird bereits ab August 1945 über eine Erweiterung des Filialnetzes diskutiert. Damit wir schnellstmöglich wieder Füreinander Hier sein können.
In diesem Jahr stellen wir unseren Buchungs- und Überweisungsverkehr ein. Wegen des Einzugs der Männer zur Wehrmacht haben wir mit starkem Personalmangel zu tun – in Köln leisten unsere Mitarbeitenden 60 Stunden pro Woche. Wir müssen Filialen zusammenlegen.
Von 1939 bis 1943 erhalten wir für die Sparkasse der Hansestadt Köln jährlich das „Gaudiplom“ für hervorragende Leistungen, verliehen an ausgewählte arische Unternehmen für die Betriebsleistung. Kein Preis, auf den wir stolz sind.
In Köln und Bonn lösen wir die Konten deportierter Juden und Jüdinnen auf und führen das Geld an die Finanzämter ab.
Ab diesem Jahr müssen jüdische Kundinnen und Kunden den Zusatznamen „Israel“ bzw. „Sara“ führen und dürfen nicht mehr frei über ihre Giro- und Sparkonten verfügen. Die „Sparkasse der Hansestadt Köln" folgt allen diskriminierenden Anordnungen der Regierung.
Ab 1939 werden wir sowohl in Köln als auch in Bonn zu Staatsfinanzierungsinstituten im Aktivgeschäft, aus „patriotischer Pflicht“. Private Kredite vergeben wir in dieser Zeit kaum; stattdessen teilen wir die Staatspropaganda des „eisernen Sparens“, des „Gefolgschaftssparens“ und vieler anderer Sparformen. Am bekanntesten ist wohl das Sparen für den „KdF-Wagen“, der nie gebaut wird und erst nach 1945 als VW-Käfer vom Band rollt. Die Spargelder jedoch finanzieren den Krieg. Erst in den Jahrzehnten nach 1945 starten wir wieder mit den Investitionen in unsere Region.
Mit Inkrafttreten der neuen Sparkassensatzung kommen neue Mitarbeitende an die Spitze der Sparkasse. Dies beschleunigt die politische Gleichschaltung enorm. In diesem Jahr werden außerdem die sogenannten Geburtssparbücher eingeführt – allerdings nur für arische Kinder. Unsere jüdischen Kundinnen und Kunden in Köln dürfen ihre Schließfächer nur noch unter Aufsicht öffnen. Das NS-Regime stellt so sicher, dass die EigentümerInnen keinen Zugriff auf ihre Wertgegenstände erhalten. Weder Gold noch Schmuck, Devisen oder andere Wertsachen dürfen entnommen werden.
Im Finanzwesen ist zu der Zeit keine Parteimitgliedschaft in der NSDAP nötig, um angestellt zu werden – erst bei Beförderungen und Aufstieg. Da wir zu wenige Fachkräfte finden, installieren wir in Köln eine eigene Lehrstätte.
Der Staat rüstet auf. Konsumgüter werden kaum noch produziert. Die Menschen werden zum Sparen aufgefordert – für "Kraft durch Freude"-Reisen, für den Volkswagen. Die Spargelder legt die Sparkasse in Reichstiteln an. So finanzieren wir auch in Köln und Bonn das nationalsozialistische Rüstungsprogramm mit.
In diesen Jahren übernehmen wir in Köln 15 Wohn- und Geschäftshäuser aus jüdischem Besitz, meist unter Wert und durch Zwangsversteigerungen. Das ist zwar zu dem Zeitpunkt rechtmäßig, aber nicht richtig.
Die Sparkassen waren als kommunale Anstalten früh in die Verbrechen der Nazis eingebunden. Unmittelbar nach Hitlers Machtergreifung 1933 begann die nationalsozialistische Führung, Schlüsselpositionen mit regimetreuen Personen zu besetzen. Derweil wurden die Belegschaften von der "Deutschen Arbeitsfront" auf vielfältige Weise propagandistisch indoktriniert.
Bereits 1933 wurde Hans Gronack, der mit einer Cousine von Joseph Goebbels verheiratet war, in Bonn als Sparkassendirektor eingesetzt. In Köln blieb der mit einer Jüdin verheiratete Ernst Stollberg vorerst auf seinem Posten. Er wurde 1937 in den Ruhestand versetzt und durch das NSDAP-Mitglied Fritz Heitkamp ersetzt.
Mit Schließung der Danatbank beginnt die deutsche Bankenkrise, wir erleben einen Ansturm in Köln und Bonn. Die Kundinnen und Kunden wollen Bargeld abheben. Das deutsche Finanzwesen ist kurz davor, zu kollabieren – ausländisches Kapital wird aufgrund der NSDAP-Wahlerfolge immer weiter abgezogen. In diesem Jahr verhängt der Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer einen stadtweiten Baustopp für alle Projekte, denn Köln ist zahlungsunfähig.
Zum ersten Mal verteilen wir in diesem Jahr die Heimspardose. Bis zur Weltwirtschaftskrise geben wir in Köln 38.000 und in Bonn 6.000 Spardosen aus.
Deutschland muss im Ausland Schulden aufnehmen, um Reparationszahlungen an die Siegermächte des ersten Weltkriegs zu zahlen; auch die Stadt Köln ist hoch verschuldet. In Köln beteiligen wir uns massiv am Wohnungsbau in der Stadt, damit die Menschen ausreichend Wohnraum haben.
Am 31. Oktober feiern wir den ersten Weltspartag. Den feiern wir bis heute am letzten Arbeitstag vor dem 31. Oktober.
Mit dem Erlass des Aufwertungsgesetzes am 16. Juli soll die Sparkultur gestärkt werden, indem die Vermögenswerte der Kundinnen und Kunden aufgewertet werden. Diese haben sich durch die Inflation stark verkleinert; trotz der Aufwertung sind circa 80 Prozent der Spareinlagen jedoch verloren.
Als Sparkasse unterstützen wir die Menschen jedoch: Haben unsere Kundinnen und Kunden eine finanzielle Notlage, zahlen wir die Aufwertungsbeträge teils vor ihrer Fälligkeit schon aus.
Mit einem radikalen Währungsschnitt kann die Inflation gestoppt werden. 300 Milliarden Papiermark entsprechen jetzt einer Rentenmark. Die wird nach einem Jahr von der Reichsmark abgelöst. Wir beginnen in Köln mit der Ausgabe der Reichsmark-Banknoten; hier herrscht eine große Kreditnot. Damit die Menschen wieder mehr sparen, starten die Sparkassen eine Werbeoffensive: Zeitungsanzeigen, Plakate, Lichtreklame, Broschüren und andere Werbemittel sollen bei den Menschen wieder das Vertrauen ins Sparen wecken.
Innerhalb weniger Monate erreichen die Nennwerte auf den Scheinen astronomische Höhen. Aus der Inflation wird eine Hyperinflation mit gigantischen Preissteigerungen:
Ein Kilo Kartoffeln kostet Ende November in Köln 220 Milliarden Mark, ein Kilo Brot gar eine Billion Mark. Gemeinden und große Unternehmen geben nun in riesigem Umfang Notgeld aus.
In diesem Jahr werden männliche und weibliche Lehrlinge erstmals mit nur einem Volksschulabschluss eingestellt. Das öffnet den Weg für viele junge Menschen hin zur Sparkasse.In Köln haben zu diesem Zeitpunkt mehr als die Hälfte der Menschen ein Sparbuch; in Bonn sind es mindestens zwei Drittel.
Anlässlich unseres Jubiläums hat der Historiker Dr. Jörg Lichter die Geschichte der Sparkasse KölnBonn umfassend recherchiert und aufgearbeitet, einschließlich ihrer Rolle während der NS-Zeit. Die Ergebnisse seiner Forschung erscheinen in diesem Jahr als Buch im Greven Verlag Köln.
Darüber hinaus werden wir in unserem Jubiläumsjahr neue Stolpersteine in Köln und in Bonn verlegen lassen und eine längerfristige Zusammenarbeit mit dem NS-Dokumentationszentrum in Köln starten.
Giro-Geschäft, Scheckverkehr, Gehaltsüberweisungen, mehr Technik, größere Sparkassen – die Jahrhundertwende bringt zahlreiche Veränderungen. In Bonn entsteht 1913 eine neue Hauptstelle, in Köln ziehen wir ebenfalls in einen Neubau. Die Stadtgesellschaft in der Region wächst – und kann dabei auf unsere Unterstützung mit Konten, Krediten & Co. zählen. Auch in Bonn eröffnen wir jetzt erste Filialen.
Der Erste Weltkrieg bricht aus – und gleicht einer Zäsur. Unsere Vorgänger-Sparkassen bauen Konten und Einlagen zwar aus, doch ihr Schwerpunkt verschiebt sich massiv auf Kriegsfinanzierung. Wir waren in dieser Zeit ein wichtiges Rad im staatlichen Finanzsystem.
Ein weiterer Schritt Richtung Modernisierung: Kontogegenbücher werden durch Kontoauszüge ersetzt. Wir stellen den gesamten Bar- und Überweisungsverkehr auf Maschinenbetrieb um. Und geben zum ersten Mal das sogenannte Stadtgeld (Notgeld) aus. Ein Grund dafür ist, dass Münzgeld zunehmend knapp wird, weil das Metall für die Kriegsrüstung benötigt wird.
In Köln sammeln wir privates Gold für die Finanzierung des ersten Weltkriegs ein. Bis März kommen so circa 5,2 Millionen Reichsmark zusammen.
Mit Kriegsbeginn rechnen wir in Köln und Bonn mit einem Run auf die Sparkassen – doch der bleibt aus. Stattdessen wachsen die Konten und Einzahlungen bei uns, wahrscheinlich aufgrund der steigenden Erwerbstätigkeit von Frauen und Jugendlichen. Durch Kriegsanleihen etablieren wir uns im Wertpapiergeschäft: In Bonn kaufen wir Kriegsanleihen in Höhe von 60 Millionen Mark, in Köln 300 Millionen Mark.Aber man darf sich von den Zahlen nicht trügen lassen – durch die Inflation kommt es deutschlandweit zu Scheinwohlstand.
Die Stadtsparkasse Köln wird zur drittgrößten Sparkasse in Deutschland – hinter Berlin und Hamburg. Diesen dritten Platz bekleiden wir übrigens auch 2026 noch.
Weil in Bonn so viele Wohlhabende leben, erhöhen wir die Einlageobergrenze auf 10.000 Mark. Wir können nicht mehr nur ein Finanzinstitut für die Ärmeren sein. In diesem Jahr führen wir zudem den Scheck- und Giroverkehr in Bonn ein.
In diesem Jahr führen wir in Köln das Scheck- und Girogeschäft ein. Girokonten werden zu einem unserer wichtigsten Standbeine als Sparkasse – immer weniger Bargeld wird für den Zahlungsverkehr nötig. Wir unterstützen zeitgleich den Haus- und Wohnungsbau im Kölner Stadtgebiet und vergeben deutlich mehr Hypothekenkredite.
Ein weiterer Schritt hin zum modernen Finanzverkehr: Am 1. Oktober beginnen wir mit der Gehaltsüberweisung, außerdem werden Banknoten neben Münzgeld als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt. In Bonn schalten kreisfremde Sparkassen Werbung in den Lokalzeitungen – das untersagt der Oberpräsident schnell. Sparkassen wollen selbst immer mehr Gewinn erzielen, ähnlich wie Banken. Aber hier geht der Gewinn nicht einfach in unsere Taschen, sondern wir investieren Millionen in die Städte.
In diesem Jahr werden zum ersten Mal Frauen als Hilfskräfte in der Stadtsparkasse Köln eingestellt. Über die Jahre erhöht sich der Frauenanteil in unseren Teams stetig – in den 1970ern sind es bereits 50 Prozent.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts reifen unsere Institute zu stabilen Größen in der Region heran. Das Spargeschäft wächst stark - Einlagen überschreiten immer wieder große Meilensteine, die Zahl der Sparbücher steigt rasant.
Organisatorisch lösen sich Leihhaus und Sparkasse zunehmend voneinander, weil unser Geschäftsmodell als Sparkasse größer und moderner wird. Wir eröffnen Filialen in Deutz, Ehrenfeld und Nippes, wo die Menschen Sparbücher anlegen und Geld ein- wie auszahlen können. In Bonn entwickeln sich neben dem Spar- besonders das Hypotheken- und Kommunalkreditgeschäft – passend zu einer Stadt, die sich als Wohn- und Verwaltungsstandort verändert. Gegen Ende des Jahrhunderts werden wir eigenständiger, Technik und Prozesse moderner, und aus einer reinen Sparinstitution wird Schritt für Schritt eine leistungsfähige Finanzpartnerin für immer mehr Menschen und Unternehmen.
In Bonn unterstützen wir die Sozialpolitik mit Krediten. Die Stadt erhält von uns ein Darlehen über 138.000 Mark für den Neubau des „Asyls für arme alte Männer“.
Im Jahr 1893 zwingt uns die königliche Regierung, unsere Sparzinsen zu erhöhen. Anfangs wehren wir uns, doch die Erhöhungen werden durchgedrückt.“.
Wir ziehen in Köln in neue Geschäftsräume im Rathaus und haben erstmals moderne Tresor- und elektrische Sicherheitsanlagen. Langsam, aber sicher werden wir zu einer Großstadtsparkasse.
In diesem Jahr führen wir Kontokarten ein und ersetzen damit die schweren Geschäftsbücher der Sparkonten. Von Tap to Pay sind wir aber noch mehr als 100 Jahre entfernt.
In diesem Jahr wird die Mark als einheitliche Währung im Deutschen Reich eingeführt, ebenso Sozialversicherungen und Vorsorgemaßnahmen. Außerdem verdienen immer mehr Menschen gut. Das führt dazu, dass sie nicht mehr nur zur Krisenvorsorge sparen, sondern als Trend: Man nennt das heute „Konsumsparen“, den simplen Verzicht auf unnötige Ausgaben.
Die Industrialisierung fasst in Bonn nicht so recht Fuß, dafür aber reiche Menschen: Bonn ist ein attraktiver Wohnort für die Gutbetuchten Deutschlands. Einige von ihnen gehören auch zu unserem Kundenstamm. Nebenher finanzieren wir in Bonn die Infrastruktur – unsere Kredite machen die Stadt moderner.
Wir weiten unseren Betrieb im Aktivgeschäft in Bonn aus. Zu unseren relevantesten Bereichen gehören die Kommunalkredite, der Hypothekenkredit und die Wertpapieranlage. Vieles davon gehört auch heute noch zu unserem Geschäft.
Unsere Geschichte beginnt mit einer sozialen Idee: Auch Menschen mit wenig Geld soll Sparen und Vorsorgen ermöglicht werden, um am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. In Köln wurde schon ab 1805 um ein Leihhaus und später eine Sparkasse gerungen, weil ein großer Teil der Bevölkerung unterstützungsbedürftig war. 1820 startete zunächst das Leihhaus. Am 1. Januar 1826 eröffnete dann die erste Kölner Sparkasse: anfangs ausdrücklich für Kleinstsparende gedacht.
In Bonn drängen die Bürger auf eine Sparkasse: 1842 wurde das Sparkassenreglement genehmigt. 1844 eröffnet die erste Bonner Sparkasse im Alten Rathaus, gemeinsam mit einem Leihhaus. Schon früh zeigt sich, was bis heute bleibt: Wir wachsen nicht aus reinem Selbstzweck, sondern weil die Menschen und die Region uns brauchen.
Ab 1845 wird das Kreditgeschäft ausgebaut. Zu unseren ersten Kundinnen und Kunden zählt auch die Stadt Köln, die mit einem Darlehen Maßnahmen gegen die Massenarbeitslosigkeit finanziert.
Nach einem früheren, gescheiterten Anlauf wird 1844 schließlich die „Städtische Sparkasse zu Bonn“ eröffnet. 17 der ersten 23
Sparerinnen und Sparer sind Frauen. Darunter drei Mägde, eine Näherin und eine Köchin aus Poppelsdorf. In der ersten Geschäftswoche werden bereits 862 Taler eingezahlt. Bis zum Jahresende werden es 4.359 Taler.
Wir wachsen und wachsen. 1839 überschreiten wir erstmals die Marke von 500 Sparbüchern.
Am 1. Januar 1826 wird die „Sparkasse zu Köln“ im ehemaligen Minoritenkloster eröffnet. Unser Angebot richtet sich zunächst an die „arbeitende Bevölkerung“. Ziel ist es, auch ihnen die Möglichkeit zur finanziellen Vorsorge für Notzeiten zu geben. Am Ende unseres ersten Geschäftsjahres zählt die Sparkasse 87 Sparerinnen und Sparer mit Einlagen von insgesamt 1.600 Talern.
Den ersten Impuls zur Gründung eines Leihhauses in Köln gibt es bereits 1805. Es folgt eine mehr als 20 Jahre dauernde Auseinandersetzung zwischen der preußischen Regierung und der kölnischen Armenverwaltung. An deren Ende steht die Gründung der ersten Sparkasse in Köln.
Unsere 200-jährige Geschichte hat uns wieder und wieder gezeigt, wie wichtig wir für den Erfolg einer ganzen Region sind. Köln und Bonn brauchen gesunde, erfolgreiche Finanzen. Und die Menschen hier wollen eine Ansprechpartnerin in guten, schlechten, stabilen, unsicheren, in allen Zeiten.
Genau das sind wir. Seit 200 Jahren. Und an jedem Tag davon haben wir Möglichkeiten eröffnet.
Wir freuen uns auf die nächsten 200 Jahre!
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